"AZZ Cardfile": Software zum Sammeln und Ordnen von Informationen

Dieses Thema "AZZ Cardfile": Software zum Sammeln und Ordnen von Informationen im Forum "Windows XP Forum" wurde erstellt von Peter 123, 12. Sep. 2013.

Thema: "AZZ Cardfile": Software zum Sammeln und Ordnen von Informationen Ich erwähne am besten zunächst, was man mit dieser Software typischerweise machen kann: - Wörterbücher und Lexika...

  1. Ich erwähne am besten zunächst, was man mit dieser Software typischerweise machen kann:

    - Wörterbücher und Lexika erstellen
    - Adressbücher, Telefonverzeichnisse etc. anlegen
    - Informationen über spezielle Wissensgebiete festhalten, mit automatischer alphabetischer Ordnung der Einträge: zB. eine Sammlung von Kochrezepten, von Film- oder Buchbeschreibungen, von Biographien usw.)

    Entsprechende Programme gibt es natürlich viele. Sie zu finden, ist aber schon deshalb nicht so leicht, weil man nicht so recht weiß, mit welchem Begriff man danach suchen soll. In Frage kommen Ausdrücke wie "elektronische Karteikarten", "Zettelkasten", "Gliederungseditor", "Outliner", auch "information database" u.a.

    Bei Wikipedia finden sich Informationen unter "Gliederungseditor" (deutsch) bzw. unter "Outliner" (englisch).

    Eine sehr umfangreiche Liste einschlägiger Programme gibt es hier (zwar aus 2008, aber aufgrund der Fülle der genannten Programme insgesamt sicher noch immer von Nutzen): http://www.outlinersoftware.com/topics/viewt/807

    Nach dem Ausprobieren diverser Programme habe ich mich klar für "azzCardfile" (auch "AZZ Cardfile") entschieden.

    Was mir an dem Programm besonders zusagt:

    - Es ist einfach in der Benützung (s. die bebilderte Erläuterung unten).

    - Bei mir geht es vor allem darum, Informationen, die ich bereits unter Word abgespeichert habe, in eine strukturierte Form zu bringen (zB. Wörterbucheinträge, die derzeit alle in einem einzigen großen Word-Dokument stehen). "AzzCardfile" schafft es als eines der ganz wenigen getesteten Programme, den Inhalt meiner Word-Dokumente 100% originalgetreu zu erfassen. D.h. die Formatierung bleibt vollständig erhalten: Schriftgrößen, Zeilenabstände, Fett- oder Kursivdruck usw. Gleiches gilt für Tabellen (für manche andere Programme eine unüberwindliche Hürde!) und für Graphiken.
    Einträge aus einem Word-Dokument lassen sich damit durch simples "Kopieren und Einfügen" übernehmen. (Gilt jedenfalls für meine Word-Version: Word 2002.)

    - Das Programm hat eine für meine Bedürfnisse extrem komfortable Suchfunktion. Die Software arbeitet mit einem Suchindex: Es gibt ein Suchfeld (siehe Abbildung unten), in das man nur mehr den gewünschten Suchbegriff bzw. einen Teil davon einzugeben braucht (also z.B. Filmtitel, Wörterbuch-Stichwort, Name der Person ...) - und schon öffnet sich der betreffende Eintrag. Das bedeutet eine beträchtliche Zeitersparnis gegenüber fast allen anderen Programmen, die ich getestet habe: Bei denen muss man nämlich zuerst ein Suchfenster öffnen, danach den Begriff eingeben und dann meist noch auf "OK", "Suche" oder Ähnliches klicken. Das geht bei AzzCardfile eben viel schneller und bequemer. (Ein anderes Programm, das über eine ähnliche Indexfunktion verfügt, ist "lexiCan", das mir aber insgesamt doch weniger zugesagt hat als AzzCardfile.)

    (Eine Suche innerhalb eines Eintrags ist dann natürlich ebenfalls möglich.)

    - Das ist sicher Geschmackssache, aber ich habe nicht gern die Baumstruktur, die einschlägige Programme oft aufweisen. Die führt nämlich schnell zu Unübersichtlichkeit und Verwirrung. Bei azzcardfile ist das anders gelöst: Auch mit diesem Programm kann man mehrere getrennte Ordner/Informationsbereiche anlegen, also zB. "Rezepte", "Filme", "Adressbuch" usw. Die werden aber nicht alle gemeinsam in einem Baum dargestellt, sondern man bekommt immer nur den Index (die Einträge) jenes Ordners zu sehen, den man gerade geöffnet hat.

    - Auch das ist nicht bei allen Programmen selbstverständlich: die Anzahl der Ordner, die man anlegen kann, ist ebenso unbegrenzt wie jene der Einträge darin. So steht das auf der Homepage (Näheres hier), und ich habe keinen Grund, daran zu zweifeln, dass es stimmt.

    Hier zur Veranschaulichung eine Abbildung des Programmfensters:

    [​IMG]

    1: Links oben erscheint der Name, den man für einen bestimmten Ordner (ein Wissensgebiet) vergeben hat. Der Fachausdruck bei azzCardfile ist "file". In obigem Beispiel heißt der Ordner "Staaten Europas". "azz" ist die Endung der mit dem Programm erzeugten Dateien. Jeden Ordner kann man nach Belieben mit Einträgen ("cards") befüllen.

    2: Das dunkelrote Feld über der gelben Leiste ist das Suchfeld (bei azzCardfile: "filter"): Hier gibt man die Anfangsbuchstaben des gesuchten Eintrags ein - den Rest erledigt das Programm. (Oder alternative Suchoption: Man kann auch nach Begriffen suchen lassen, bei denen die eingegebenen Buchstaben nicht unbedingt am Beginn, sondern auch im Wortinneren stehen.)

    3: Darunter - in der gelben Leiste (Farbe frei variierbar) - befinden sich in alphabetischer Reihenfolge die Namen der Einträge, die man zu dem Wissensgebiet angelegt hat; in diesem Fall also die Namen der europäischen Staaten. (Es endet bei mir mit "Rumänien", weil das ja nur ein Muster sein soll. :tongue:) "Cards list" heißt dieser Index.

    Selbstverständlich lässt sich jeder Name auch unmittelbar in der Liste anklicken, um so den zugehörigen Eintrag zu öffnen.

    4: In diesem großen weißen Feld befindet sich der Eintrag, das ist also die "elektronische Karteikarte" (bei azzCardFile heißt es "card").

    Hier kann man entweder (wie mit einem Schreibprogramm) unmittelbar den Eintrag erstellen (einschließlich Tabellen, Einfügen von Abbildungen etc.). Oder man kopiert (wie oben erwähnt) zB. Inhalte aus einer Word Datei hinein. In der obigen Abbildung sieht man Elemente, die alle 1:1 aus einem Word-Dokument stammen: der Text, die Tabelle und ein Foto (alle Infos ursprünglich entnommen aus dem Wikipedia-Eintrag "Albanien" und zunächst in einem Word-Dokument nach meinen Vorstellungen formatiert).

    Eingefügt habe ich die Hyperlinks (zu den Einträgen der anderen Ländernamen). Solche Links lassen sich in dem Fenster einfach erstellen (sowohl Links zum Internet als auch solche zu anderen Einträgen des Ordners).

    5: Oben befindet sich unter anderem eine Leiste, die Editorfunktionen vergleichbar mit Word bietet: Änderung von Schriftart und Schriftgröße, Fettdruck, Unterstreichung usw. Wer Inhalte aus Word einliest und an deren Formatierung nichts ändern möchte, wird diese Funktionen nur selten benötigen. Weiters findet man hier zB. Symbole, durch deren Anklicken man einen neuen Ordner oder einen neuen Eintrag (eine neue Karteikarte) anlegen kann.


    Nachteile des Programms?

    Viel fällt mir nicht ein:

    - Es gibt eine Reihe von kleineren Bugs, die aber meines Erachtens die Funktionalität des Programms nicht wesentlich beeinträchtigen. Wer (so wie ich) mit vielen Links arbeitet, wird sich vielleicht am ehesten daran stoßen, dass die Links nur dann funktionieren, wenn man den Begriff (in dessen Eintrag der betreffende Link vorkommt) über Klick in die Liste aufruft. Wenn man den Begriff hingegen im Suchfeld eingibt, klappt der Link (meistens) nicht. Ich gehe aber davon aus, dass solche Mängel behoben werden, sobald man das dem Entwickler meldet.

    - Und wer das als Nachteil sieht: Das Programm kostet etwas, und sogar ein bisschen mehr, als auf den Homepages steht, weil noch Umsatzsteuer dazukommt:
    29,95 Dollar + 5,99 Dollar Umsatzsteuer = 35,94 Dollar.

    Man kann das Programm aber kostenlos testen - theoretisch sogar unbegrenzt, aber nach relativ kurzer Zeit erscheint ein Fenster, das zum Kauf auffordert. Eine Aufforderung, der man selbstverständlich nachkommen sollte, wenn man das Programm behalten möchte.

    Der Entwickler der Software ist in Litauen zu Hause. Programmoberfläche und Hilfedatei sind (nur) auf englisch verfügbar, was aber aufgrund der einfachen Handhabung des Programms keine Hürde darstellen sollte.


    Etwas verwirrend ist, dass es zwei Homepages für das Programm gibt, die nicht nur optisch unterschiedlich gestaltet sind, sondern auch teilweise unterschiedliche (= nicht widersprüchliche, aber einander ergänzende) Inhalte haben. Es empfiehlt sich daher, sich beide Seiten anzusehen, wenn man sich über das Programm informieren will:

    http://www.azzcardfile.net (hier hat das Programm die Bezeichnung "azzCardfile")

    und

    http://www.azzcardfile.com (hier heißt es "AZZ Cardfile")

    Wer sich Beispiele von Datensammlungen aus verschiedenen Wissensgebieten ansehen will, die mit dem Programm erstellt wurden, kann sich hier welche aussuchen und herunterladen (um sie ansehen zu können, muss man auch das Programm selbst herunterladen und installieren):
    http://www.azzcardfile.com/collections
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Sep. 2013
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