Lo-Speed Device blockiert USB2.0??

Dieses Thema Lo-Speed Device blockiert USB2.0?? im Forum "Hardware" wurde erstellt von Daniel_Duseltrieb, 6. Sep. 2003.

Thema: Lo-Speed Device blockiert USB2.0?? Hallo nochmal! Ich habe gerade etwas sehr sehr seltsames festgestellt und habe jetzt einmal ein paar Fragen zum...

  1. Hallo nochmal!

    Ich habe gerade etwas sehr sehr seltsames festgestellt und habe jetzt einmal ein paar Fragen zum Thema USB:

    Ich habe hier folgendes aufgebaut (als Signallaufplan zu verstehen):

    USB2.0 High Speed Root Hub (Via)
    |
    |
    USB2.0 certified shielded Cable 5m
    |
    |
    Self Powered 4-port USB2.0 High Speed HUB (Sitecom)
    |
    |
    USB2.0 certified shielded Cable 5m
    |
    |
    Self Powered 4-port USB2.0 High Speed HUB (Sitecom)
    | | | |
    | | | \__ Creative Sound Blaster MP3+ USB
    | | | [Full Speed]
    | | |
    | | \____ USB to COM Converter [low speed]___IR-Remote
    | |
    | \____ USB to COM Converter [low speed]___LCD
    |
    \_____USB to COM Converter [low speed]_____Winamp-Keypad



    Ich habe also an einem USB2.0-fähigen Controller im Rechner 2x5m Kabel und einen USB2 Hub als Repeater wegen des langen Kabelweges.
    Am Ende dieses Kabels habe ich dann einen weiteren USB2 Hub und da dran eine Soundkarte und 3 virtuelle Com-Ports mit ein bisschen Schnickschnack.

    Wenn ich jetzt über die Soundkarte Musik höre, bekomme ich ein unschönes Knacken und krächzen zu hören.

    Laut Creative liegt das daran, dass die USB-Soundkarte ihre Daten nicht rechtzeitig bekommt, der Datenstrom abreisst und... naja, dann halt häßliche Lücken entstehen, die man eben hört.
    Die einzige Lösung, die die Servicefachkräfte bei Creative sich denken konnten war, die Soundkarte doch einfach auf 11KHz/8bit/Mono zu stellen, dann brauche sie nicht mehr so viele Daten und das Problem sei gelöst. (Über die Servicequalität von Creative möge sich jetzt jeder sein eigenes Urteil bilden)

    Ich habe mir aber keine (mehr oder weniger) High-End-Soundkarte gekauft, um dann Musik in Grusskartenqualität zu hören, entsprechend war ich mit dieser Lösung eher weniger zufrieden und habe angefangen etwas rumzuexperimentieren.

    Dabei ist mir folgendes aufgefallen:

    -der USB2-Controller ist mit oben genannter Konfiguration zu ca. 16% ausgelastet (laut Windows), also weit weg von Vollast!

    -wenn ich die 3 COM-Converter abnehme und stattdessen meinen USB2-Scanner (der sich an Ressourcen alles schnappt was da ist!) mit an den Hub hänge, funktionieren sowohl der Scanner, als auch die Soundkarte wunderbar, kein knacken, kein krächzen, garnix, obwohl der Bus jetzt unter Vollast arbeitet!


    Die einzige Erklärung, die mir dazu einfiel, ist, dass die COM-Ports als LOW-Speed-Geräte (die ja laut USB-Spezifikation beim Buszugriff höchste Priorität haben) den Bus mehr oder weniger blockieren, indem sie sich zum Übertragen von lächerlichen Datenmengen immer wieder vorne anstellen und den Bus belegen, während die Soundkarte sich (als Full Speed-Gerät mit deutlich geringerer Priorität) zum Empfangen von Daten ständig hinten anstellen muss und so nie drankommt, weil die COM-Ports sich immer wieder vordrängeln.


    Ist dieser Ansatz vernünftig?

    und viel wichtiger: was kann ich dagegen tun???
    Gibt es eine Möglichkeit, die Priorität von USB-Geräteklassen zu beeinflussen? (wahrscheinlich nicht, da im Standard verankert)
    Könnte ich dieses Problem lösen, indem ich den Com-Ports ein eigenes Hub spendiere (was dann allerdings am gleichen Root Hub hinge, ich hab in dem Raum nur das eine)


    Hat jemand ne Idee, wie ich das abstellen kann?


    MfG, der Duseltrieb

    -------

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  2. Mal eine ganz banale Frage : Wie weit entfernt von Deinem PC sitzt Du denn bzw. warum brauchst Du 10m USB-Kabel zwischen PC und der Soundblaster ?? :eek:
     
  3. Moin Noah1

    ganz banale Antwort: ich sitze nicht weit weg, aber Kabelweg ist nicht immer gleich Luftlinie!


    Wenn Du's ein bisschen genauer wissen willst:

    Mein Rechner steht unter dem Schreibtisch, meine Anlage steht in der gegenüberliegenden Ecke im Regal, dazwischen ist ne Tür. Ob das nun innenarchitektonisch günstig gewählt ist lasse ich mal dahingestellt, aber die Anlage war lange vor dem Rechner da und der Rechner ist woanders nicht unterzubringen, also bleibt das jetzt so, allein schon weil die Kabel für die Surround-Lautsprecher der Anlage bei der letzten Renovierung unter den Putz gewandert und somit nicht wirklich mobil sind!

    Die Soundblaster ist zusammen mit dem Display, dem Keypad und der IR-Fernbedienung (siehe Schaltschema in Posting 1) als eigene Einheit im Standalone-CD-Player-Look in die Anlage integriert (muss ja auch nach was aussehen), ich brauche also auf jeden Fall ne USB-Anbindung da für die Steuerkomponenten, auch wenn ich die USB-Soundkarte woanders hinpacke. Daher wollte ich das eigentlich alles über ein Kabel schicken...

    Das Kabel geht also vom Rechner quer über den Schreibtisch, hinterm Schrank lang, über die Tür (die alleine sind schon 5 Meter:, 2 hoch, 1 oben, 2 wieder runter) und schließlich ins Bücherregal...

    Luftlinie sind das keine 4 Meter, aber ich will halt nicht ständig ein Kabel quer übers Parkett flattern haben.

    Dementsprechend hab ich auch keine Lust, eine zweite Strippe vom PC zum Regal zu verlegen, um Zugang zu einem 2. Bus zu haben (obwohl das sicherlich eine effektive Quick and Dirty-Lösung wäre, einfach die Soundkarte auf den 2. Root Hub zu legen), denn das erfordert immer mehr oder weniger das komplette Ausräumen des Zimmers...





    Soviel nun zum Kabelweg, aber daran liegts auch nicht! Ich kann die Sound Blaster auch direkt an den Rechner hängen, solange sie sich einen Controller mit den Com-Ports teilt ändert das nichts an den Störgeräuschen.






    hat jemand ne Idee?

    Ich hab schonmal versucht die Übertragungsrate der COM-Port-Converter so weit wie möglich runterzustellen, die laufen jetzt nur noch auf 75baud (und nein, da steht KEIN k davor!!). Für die IR-Fernbedienung und das Tastenfeld reicht das völlig aus, nur das Display ist mit Datenraten unter 19,2kbaud gar nicht glücklich. Aber selbst diese Maßnahme schafft nicht wirklich Abhilfe, obwohl ich zugeben muss, dass das Knacken etwas weniger geworden ist (aber halt von gut noch weit weg!)

    Wie ist denn das eigentlich mit USB als Shared Medium? Heisst Shared hier wirklich alle dürfen und die Bandbreite wird brüderlich geteilt (wie das zum Beispiel bei Ethernet Switches der Fall ist), oder heisst es lediglich Alle können den Bus benutzen, aber einer zur Zeit bitte! (was mein Problem erklären würde)?
    weiss da jemand was genaueres drüber (aus offiziellen Quellen wäre nett)?


    MfG,

    Daniel_Duseltrieb

    Hope dies last
     
  4. Wohl eher letzteres. Soviel ich weiss benötigt die USB-Übertragung auch einiges an Prozessorlaistung, und der arbeitet ja alle Tasks auch nacheinander ab, und dementsprechend schickt er die Daten auch nacheinander an den USB-Port.
    Und da Deine USB-To-COM-Converter wohl maximal USB 1.1 sind dauert es da wohl zu lange, um die schnelleren Daten für die Soundkarte störungsfrei zu übertragen.
     
  5. Es hängt hier auch davon ab welche Übertragungsart die Hardware benutzt. Sollte es der Bulk-Mode sein (nehme ich mal an bei der Datenmenge), dann hat der zu warten, bis z.B. der Interrupt-Transfer (Maus etc.) beendet ist.

    Unter der folgenden URL findest du weitere Informationen dazu:

    http://www.inf.hs-zigr.de/~boehm/rt002/Mueller/content.htm

    Und dort dann unter 2.2 Übertragungsarten

    Meines Wissens bremst ein einzigstes USB 1.1 Gerät am einem Strang ALLE anderen Geräte aus. Es bringt also nichts einen Hub für USB 2.0 dazwischen zu machen. Sobald nur ein Gerät am gleichen Strang USB 1.1 ist, hast du verloren.

    Weiterhin ist die Verlässlichkeit bezüglich dem Korrekten Timing ziemlich niedrig wenn deine CPU auch noch einiges zu tun hat.

    In meinen Augen ist eine Soundkarte an USB eine unbrauchbare Lösung. Ein Kollege von mir ist nebenbei Musiker und würde diesen Weg alleine schon aus Timingproblemen niemals wählen.

    Just my 2 Cents
     
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