niedrige Speichertimings - generell schädlich?

Dieses Thema niedrige Speichertimings - generell schädlich? im Forum "Hardware" wurde erstellt von macke, 10. Dez. 2009.

Thema: niedrige Speichertimings - generell schädlich? Hi zusammen! Wie hier unter anderem beschrieben, probiere ich gerade etwas mit den Speicher-Timings meines DDR-RAMs...

  1. Hi zusammen!

    Wie hier unter anderem beschrieben, probiere ich gerade etwas mit den Speicher-Timings meines DDR-RAMs herum.

    Dazu folgende generelle Frage:

    Laut SPD-Chip sind die folgenden Timings vorgesehen:

    CAS Latency 3
    RAS to CAS Delay 3
    RAS Precharge Delay 3
    Active Precharge Delay 7
    1T Command Control CR2

    Laut Memtest ergibt sich bei meinem DDR400-RAM, den ich auf DDR333 stellen musste: 702 MB/s

    Senke ich die Timings folgendermaßen, erhalte ich 782 MB/s:

    CAS Latency 3
    RAS to CAS Delay 2
    RAS Precharge Delay 2
    Active Precharge Delay 6
    1T Command Control CR2

    Setze ich 1T Command Control zudem noch auf CR1, zeigt Memtest sogar 835 MB/s an!

    Angenommen, der Speicher läuft bei allen Einstellungen, die von der SPD-Vorgabe abweichen, stabil, kann er dann dennoch Schaden nehmen?

    Falls ja, in welcher Art und Weise?

    Müssten dann alle Timings wieder zurückgesetzt werden oder beispielsweise nur der 1T Command Control-Wert?

    Gruß,

    Scyllo
     
  2. Ich weiß nicht wie du dir das vorstellst, aber die einzelnen Speicherzellen entsprechen elektronischen Schaltungen.
    Bisl was zur Lektüre:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitsspeicher
    http://de.wikipedia.org/wiki/DDR-SDRAM
    http://de.wikipedia.org/wiki/Synchronous_Dynamic_Random_Access_Memory
    http://de.wikipedia.org/wiki/Dynamic_Random_Access_Memory

    Ein geringeres Timing kann man also grob mit einer Takterhöhung vergleichen. In beiden Fällen steigt die Leistungsaufnahme, da du aber nichts an der Spannung änderst dürfte dies nur linear passieren. Trotzdem resultiert dies in einer höheren Temperatur, auf Dauer nicht empfehlenswert; als richtwert gilt immernoch 65° max unter Last, auch wenn heutige chips deutlich mehr vertragen. So bleibt man auf der sicheren Seite, und für OverClocking (was auch das timing einschließt) ist es ohnehin wichtig. Mit der Temp steigt die Leistungsaufnahme ebenfalls, niedrigere Temps erhöhen die Stabilität.

    Also zur ersten Frage: natürlich kann er Schaden nehmen, aus obigen Gründen.
    Zur zweiten Frage: Elektomigration, Überhitzung, äußert sich im Tot einzelner Zellen (effekt: Bluescreens, etc.; also einfach gesagt nie mehr stabil), oder mit völliger Dienstverweigerung.
    Zu drittens: Jedes schärfere Timing bedeutet eine Belastung. Ob nun speziell das 1t cr einen größeren effekt hat glaub ich nicht, betrifft ja nur schreibzugriffe.

    Mein Tip:
    Solange du nicht die Spannung erhöhen musst und dir über Kühlung gedanken machst brauchst du dir keine allzu großen Sorgen machen; also kurz: entweder du misst die Temps der Chips nach einiger Zeit max-last, oder du kaufst dir einfach so nette Accessoires wie den Alpenföhn Rammbock;
     
  3. Hmmm...danke schon mal für Deine ausführliche Antwort!

    Mit dem Messen der RAM-Temperatur ist das natürlich so->ne Sache...auslesen (Everest und Co) kann man die ja leider nicht. Oder misst man so etwas grob mit einem normalen Thermometer (Temperaturfühler)?

    Unter einem von Dir genannten Link steht unter anderem, dass bei einem DDR333-Chip (PC2700-Modul) die Übertragungsrate pro Modul 2,7 GB/s beträgt.

    Kannst Du mir sagen, was dann Memtest mit 702 MB/s angibt? Dies würde mich schon interessieren.

    Oder bedeutet in diesem Zusammenhang die Steigerung von 702 MB/s (CL3-3-3-7-CR2) auf 835 MB/s (CL3-2-2-6-CR1) nun nicht zwangsläufig, dass der RAM dann etwa 19% schneller ist?

    Gruß,

    Macke
     
  4. laut Memtest ist dein Speicher 18,94586894586894586894586894587% schneller mit den schärferen Timings. Physik und so weiter.
    Everest würde wieder andere Werte geben, Sandra ebenso. Die Steigerung wäre wohl ungefähr dieselbe, in allen tests.
    Neben der theoretischen max. Datenrate gibt es aber offenbar unterschiedliche Möglichkeiten eine tatsächliche Datenrate zu ermitteln (->was wird übertragen?).

    zur temp: wenn du kein infrarot-messgerät hast (wieso?), versuch mal mit der hand die luft darüber zu fühlen, oder schalt schnell aus und fass dann direkt auf die Speicherchips. Sind die dann immernoch unerträglich heiß, rauf mit den timings. Oder einfach proforma was für bessere Kühlung tun.
     
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