Problem LAN Verkabelung und FI-Schalter

Dieses Thema Problem LAN Verkabelung und FI-Schalter im Forum "Netzwerk" wurde erstellt von Gandalf_the_Grey, 5. Jan. 2008.

Thema: Problem LAN Verkabelung und FI-Schalter Hallo Leute, ich stehe gerade etwas auf dem Schlauch, und benötige daher mal eure geistige Unterstützung. Folgende...

  1. Hallo Leute,

    ich stehe gerade etwas auf dem Schlauch, und benötige daher mal eure geistige Unterstützung.

    Folgende Situation:

    Um endlich im Haus meines Vaters die instabile und langsame WLAN zu WLAN Verbindung (ich wohne im Keller und habe dort einen WLAN Router per WDS mit dem WLAN Router im 1. Stock verbunden) abzuschaffen, haben wir uns entschlossen Cat Leitungen zu verlegen.

    Also haben wir den toten Kaminschacht angebohrt (wir wollten auch noch eine zusätzliche Sat Leitung vom Dachboden in den Keller ziehen) und dort Leitungen vom ersten Stock in den Keller gelegt (Cat7 Verlegekabel).

    Dann habe ich im Keller und im 1. Stock die Cat 6+ Dosen (leider habe ich keine Cat 7 Dosen gefunden) aufgelegt (an beiden Enden der Leitung die gleiche farbliche Belegung).

    Als ich eben testen wollte ist mir allerdings der FI-Schutzschalter raus gesprungen.

    Das hat mich als Elektriker etwas stutzig gemacht (ich habe einfach zu lange keine Verkabelung selbst gemacht und wohl irgendetwas dummer vergessen).

    Um es besser zu verstehen gebe ich hier mal kurz einen Skizze von meinem Testaufbau.


    MODEM -> ROUTER (PC mit IPCOP) -> SWITCH -> Patchkabel -> Netzwerkdose -> Verlegekabel (Cat7) -> Netzwerkdose -> Patchkabel -> SWITCH

    1) An BEIDEN Switchen hängen mehrere PCs.
    2) Die Switches sind alle per Trafo mit Strom verbunden (also nicht per PE geerdet, Schutzklasse II).

    Kann mir zufällig jemand verraten WARUM und WIESO mir beim einstecken des rot markierten Patchkabels der FI-Schutzschalter rausfliegt (Ich vermute dies würde auch passieren, wenn das rot markierte Patchkabel bereits steckt, und ich das grüne Patchkabel stecken wollte) ?!

    Ich steh völlig auf dem Schlauch und bin ratlos.

    Die Schirmung ist an beiden Netzwerkdosen aufgelegt, aber die Dosen sind beide nicht geerdet.
     
  2. dann mach zum testen doch mal die pcs und die telefonverbindung ab, sonst hätte ich jetzt auch keine idee.
     
  3. Werd ich morgen im Laufe des Tages mal ausprobieren. Heute hab ich leider keine Zeit mehr dazu.

    Ich berichte spätestens morgen wie der Test verlaufen ist.

    Wenn sonst noch jemandem etwas einfällt, immer her mit den Vorschlägen.
     
  4. Also normal braucht es beim FI-Schalter 30mA Strom gegen den Erdleiter damit dieser auslöst, wie ist den die 230Volt Verdrahtung ausgeführt. Ein Fi-Schalter misst den Fehler-Strom von der Phase zur Erde und der Nullleiter dürfte nicht gebrückt sein, vermutlich ist hier das Problem dass in einer Wohnung die Erde getrennt vom Nullleiter installiert ist und in der anderen Wohnung eine Erde-Nullleiter Brücke vorhanden ist.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Fehlerstromschutzschalter

    Um das Problem zu lösen müsste die Verbindung galvanisch getrennt sein z.b. WLAN, Powerline. Oder die Elektroinstallation so in Ordnung bringen das überall die Erde und Nulleiter getrennt sind.

    Was mich erstaunt ist das alle normalen Desktop einen Erdanschluss haben und nicht mehr zweipolig ausgeliefert werden, der Grund ist sicher dass die Netzversorgung vom PC gegen Erde wirklich Blindströme erzeugen kann durch eingebaute Netzfilter welche die Erde benutzen.
    N.b. hast Du schon mal mit einem Voltmeter gemessen ob eine Spannungsdifferenz zwischen Nulleiter im oberen Bereich und Erdleiter im Keller vorhanden ist.

    Diese Info unten soll als Hilfe für Nichtstromer dienen.

    Ein TN-C-S-System (frz. Terre Neutre Combiné Separé) ist vom Transformator aus zunächst wie ein TN-C-System aufgebaut. An einem bestimmten Punkt, spätestens ab der Stelle, an der der geforderte Mindestquerschnitt des PEN-Leiters ( q > 10 mm²) unterschritten werden soll, wird der PEN-Leiter in Neutralleiter und Schutzleiter aufgeteilt. Diese werden separat weitergeführt und dürfen im weiteren Leitungsverlauf nicht mehr zusammengeführt werden.

    Dieses System ist bei Gebäudeversorgungen in Deutschland weit verbreitet. Die Trennung von Schutzleiter und Neutralleiter findet zumeist im Hausanschlusskasten statt. Wurde der PEN-Leiter einmal in Neutral- und Schutzleiter aufgetrennt, so dürfen sie danach nicht mehr zusammengeführt werden! In Bereichen, in denen Schutzleiter und Neutralleiter getrennt geführt sind, sind Schutzmaßnahmen mit Fehlerstromschutzschaltern möglich.

    Den PEN-Leiter erst an Schukosteckdosen in einen Neutralleiter und einen Schutzleiter aufzuteilen, indem er an den Schutzkontakt und einen der beiden anderen Kontakte angeschlossen wird, ist seit Jahrzehnten in Neuinstallationen nicht mehr zulässig, in der Bundesrepublik Deutschland seit dem Erscheinen von DIN VDE 0100 im Mai 1973. Aus Sicherheitsgründen sollten auch bestehende Anlagen nach Möglichkeit auf getrennte Schutz- und Neutralleiter umgerüstet werden. Seit 1997 gilt die VDE 0100 Teil 610 welche eine regelmäßige Überprüfung der Anlage und Prüfung gegen die aktuellen Bestimmungen vorsieht. Bei Versäumnis der Umrüstung kann daher ggfs. eine Schadensersatzpflicht abgeleitet werden, bzw. bestehender Versicherungsschutz kann erlöschen.


    Beim Link unten Schaltung einer Rechner Stromversorgung.

    http://www.qrp4u.de/docs/de/smps_new/

    Walter

    ???

    Walter
     
  5. Daran hatte ich auch schon gedacht, aber hätte dann der FI Schutzschalter nicht bereits früher auslösen müssen?!

    Also ersteres ist keine Lösung. Damit wird das Problem höchstens umgangen. ;)

    Nee, habe ich noch nicht, da ich ehrlich gesagt nur ungern selbst an der Hausverteilung arbeite.

    Aber ich glaube ich muss. ;)

    Übrigens, danke für die Tipps Walter. Du hast meinen Verdacht bestätigt und mir nochmal nen wertvollen Hinweis gegeben.
     
  6. @Walter
    Du hattest recht. Wie von dir befürchtet, habe ich eine Spannungsdifferenz zwischen Nullleiter im Obergeschoss und PE Leiter im Keller. Und zwar im Bereich von 170mV.

    Das interessante an der Sache ist, dass ich eben im Keller die Schirmung an der Dose komplett entfernt habe. Somit ist die Verlegeleitung nur noch einseitig aufgelegt.

    Dies hatte zur Folge, dass ich etwa für 3-4 Minuten Kontakt zwischen Keller und Obergeschoss über die Verlegeleitung hatte, bis dann plötzlich erneut der FI Schalter angesprochen hat.

    Ich grübele Momentan wie ich mich Messtechnisch an das Problem heran messen kann....

    Hast du zufällig noch einen Vorschlag?
     
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