Rechtliche Konsequenzen

Dieses Thema Rechtliche Konsequenzen im Forum "Webentwicklung, Hosting & Programmierung" wurde erstellt von Ugen, 26. Feb. 2007.

Thema: Rechtliche Konsequenzen Hallo Zusammen. Eine Frage, die mich schon sehr lange beschäftigt und worüber ich gerne EURE Meinung gehört hätte:...

  1. Hallo Zusammen.

    Eine Frage, die mich schon sehr lange beschäftigt und worüber ich gerne EURE Meinung gehört hätte:

    Ein Kunde erteilt einem Webdesigner einen Auftrag über eine Internetpräsenz. Auf dieser Website wir ein Streit ausgetragen zwischen dem KUNDEN und einen ehemaligen Geschäftspartner von ihm.

    Nun meine Frage: In wie weit verstößt die Webdesignfirma (wenn überhaupt) gegen das Gesetz wenn sie diese Website programmiert für den KUNDEN? Ist ein Webdesigner für den Inhalt verantwortlich den sie von einem KUNDEN zum erstellen vorgelegt bekommt?

    Ich weiß nicht genau wie ich mich besser ausdrücken soll. Aber ich denke dass ihr versteht was ich fragen möchte.
    Danke für Eure Meinung dazu.

    UWE
     
  2. Na ja - sich völlig von den Inhalten zu trennen, ist wohl nicht drin. Sieh es doch mal ein wenig extremer: Ein Kunde würde Dir den Auftrag erteilen, eine Seite mit rassistischen, volksverhetzenden und/ oder ähnlichen Inhalten zu erstellen. Inhalte, die ganz klare Straftaten darstellen.

    Du könntest Dich schlecht später herausreden mit nix etwas zu tun gehabt zu haben oder nur die Standpunkte des Kunden wieder gegeben zu haben. Mithilfe wäre da auf alle Fälle drin. Wenn nicht sogar Mittäterschaft. Ganz anders natürlich, wenn Du eine leere Seite programmierst, die der Kunde mittels Formulareingaben mit Inhalten füllen kann. Die Entwickler dieser Forensoftware haben ja auch keinen Einfluss darauf, wer dieses Programm wo, wie einsetzt.

    Davon abgesehen hört sich Dein geschildertes Beispiel ein bissle primitiv an. Was das Verhalten der beiden Streithähne angeht. Ob ich mich dazu hergeben würde deren Hahnenkämpfe noch zu unterstützen, wage ich zu bezweifeln.

    Ich hatte im Jahr 2000 einen schönen Auftrag für eine Bürosoftware. Auftragsvolumen 1 Mio. Peseten - so ca. 12.000 DM. Als ich das Ding fertig hatte, war es unübersehbar, dass es von meinen Auftraggebern nur dazu benutzt werden sollte viele Menschen um relativ viel Geld zu betrügen. Also habe ich nicht geliefert (und nicht kassiert). Man hat mir ordentlich Druck gemacht auf die ganz böse Art. Aber zum Schluss sind die Auftraggeber in spanischen Gefängnissen verschwunden und ich war zumindest um eine Erfahrung reicher. Das Geld, das ich nicht bekommen hatte, hat ziemlich geschmerzt. Aber ich habe es verschmerzt.

    Wieviele Gestalten in den letzten Jahren auf mich zugekommen sind, damit ich ihnen Abzockerseiten fürs Internet erstelle, mag ich gar nicht zählen. Von SMS-Abo's, über Esotherik-Abo's und vieles mehr. Horoskope und was weiß ich nicht alles. Ich gebe mich für sowas nicht her. Lieber etwas weniger Knete. Aber ruhig schlafen.

    Leider haben wir ja alle ein Gewissen mitbekommen. Bis auf ein paar skrupellose Ausnahmeerscheinungen.

    Grüße von der Insel
    Volker alias Ernesto
     
  3. Hi Volker.

    Danke für Deine Posting.
    Ja klar, offensichtliche Inhalte wie in dem von Dir genannten Beispiel über Rassismus usw. ist natürlich sofort zu erkennen. Diesbezüglich würde ich mich sofort distanzieren.

    Aber ich meinte Dinge, die für MICH nicht offensichtlich sind, dass und OB sie überhaupt gegen irgend etwas verstoßen. Ich meine, es kann niemand von einem Webdesigner erwarten, dass er nebenbei noch ein Rechtsanwalt ist.

    Zufällig weiß ich von den Streitereinen zwischen dem Kunden und seinen ehem. Geschäftspartner. Aber ich sehe es auch von der anderen Seite, dass ich einen ganz normalen Kundenauftrag bekomme und einfach meine Arbeit mache.

    Ich weiß nicht wie ich mich verhalten soll. Es ist wirklich zum Kotzen!
    Danke Dir jedenfalls recht herzlich!

    UWE
     
  4. Hallo,

    ich beschäftige mich zur Zeit auch mit diesem Thema, dazu habe ich einige AGB ´S von Webdesign Firmen gelesen.
    Denke einmal nein, da der Webdesigner nur der Stift zu schreiben und nicht der Autor des Inhaltes ist.

    Viele Grüße
    Simsam ;)
     
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